Allgemeines zu Einsätzen

Kleine Einsätze

Kleine Einsätze werden üblicherweise von der jeweiligen Einsatzstelle abgearbeitet.

Große Einsätze

Bei Großeinsätzen werden Höhlenretter aus allen Einsatzstellen der Steiermark, aus anderen Bundesländern oder auch aus dem Ausland hinzugezogen. Da Höhlenforscher eine eingeschworene Gemeinde sind, hilft man sich bei wirklich großen Herausforderungen auch gegenseitig über alle Grenzen hinweg.

Die Einsatzstellen

Tauplitz - In den Karren

Bad Mitterndorf

Die Einsatzstelle Bad Mitterndorf befindet sich in einer der höhlenreichsten Gegenden in der Steiermark. Durch den starken Wintertourismus vor allem im Bereich des Schitourengehens ist diese Gruppe auch im Winter gefordert, da immer wieder Schitourengeher im alpinen Karst von den ausgesteckten Routen abkommen und in Dolinen oder Schächte stürzen. Ohne Erwin Hüttner von der Einsatzstelle Bad Mitterndorf würde es den Steirischen Landesverband für Höhlenrettung in der heutigen Form nicht geben. Wir verdanken ihm Vieles!

Gsoll - Frauenmauer

Eisenerz

Der Hochschwab ist das bedeutendste Einsatzgebiet der Einsatzstelle Eisenerz. Diese alpine Karsthochfläche ist wegen ihres starken Latschenkieferbewuchses schwer zu begehen und wegen des häufigen Schlechtwetters auch nicht leicht mit dem Hubschrauber erreichbar. Mit dem Frauenmauer-Langstein-Höhlensystem befindet sich in diesem Gebiet eines der größten hochgelegenen Horizontalhöhlensysteme der Steiermark. Viele historische Bergbaue, die teilweise auf das Metallikum zurückgehen, befinden sich hier.

Peggau - Lurgrotte

Graz

Im Einsatzgebiet der Einsatzstelle Graz sind vor allem die Höhlen des Grazer Berglandes, Primärhöhlen im Bereich des Vulkanlandes und auch Erdställe und historische Bergwerke von Bedeutung. Die Höhlen des Grazer Berglandes sind auch touristisch viel begangen und stellen durch viel Lehminhalt und plötzlich auftretende Hochwässer eine gewisse Herausforderung dar.

Hallstätter See

Höhlenrettungstaucher

Die Tauchergruppe ist ein kleines Team von Spezialisten. Tauchen in wasserführenden Höhlen birgt viele Risiken. Daher erfordern Rettungseinsätze sehr erfahrene und nervenstarke Taucher. Das erforderliche Material für einen Rettungstauchgang ist sehr umfangreich und schwer. Da die Taucher am Einsatzort nicht überanstrengt ankommen sollen, ist vor allem auch Transporthilfe beim Zustieg ein Schlüsselfaktor für das erfolgreiche Gelingen eines Einsatzes.

Großbodenalm - Bocklucke

Mürztal

Das Einsatzgebiet der Einsatzstelle Mürztal grenzt an die Kalkberge (Rax, Schneealm, Veitsch, Tonion, etc.) des Voralpenlandes. Viele tiefe Schächte auf der Tonion, tiefe Bergklüfte und Klein- bis Mittelhöhlen im Oberen Mürztal und den Fischbacher Alpen prägen seinen Charakter. Auch alte Bergbaue aus dem frühen Mittelalter finden sich dort.

Schladming - Bromriesen

Schladming

Die Höhlen des südlichen Dachsteinmassivs stellen durch ihre exponierte Lage große Anforderungen an die Höhlenretter. Auch die touristisch viel begangenen historischen Bergwerke in den Schladminger Tauern werden von dieser Einsatzstelle betreut.

St. Lambrecht - Grebenzen

Zeltweg

Obwohl das Einsatzgebiet hauptsächlich im Kristallin liegt, so gibt es doch einige oft sehr engräumige Höhlen in diversen Kalkfenstern und im Marmor. Viele historische Bergwerke liegen im Kristallin. Für die Höhlenretter ist in diesem Einsatzgebiet vor allem die Engräumigkeit der Höhlen eine besondere Herausforderung. Viele der Höhlen in diesem Bereich haben besondere historische Bedeutung und liegen auch in Naturschutzgebieten.