Übungen

Der Steirische Landesverband für Höhlenrettung führt zweimal jährlich eine zweitägige Großübung durch. Diese finden im Frühjahr und im Herbst immer in einem anderen Einsatzgebiet statt.

Landesübungen

Bei diesen landesweiten Übungen nehmen Höhlenretter aus allen Einsatzstellen teil. Fast immer wird auch die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen (Bergrettung, Flugrettung, Grubenwehr, etc.) geübt.
Im Folgenden werden die Schwerpunkte beschrieben:

Einsatzübung

Bei der Einsatzübung wird ein Ernstfall angenommen. Dabei werden alle Fassetten eines Einsatzes durchgespielt.

Technikübung

Bei der Technikübung wird der Umgang mit allen technischen Hilfsmitteln geübt. Dazu gehören in erster Linie Seil- und Knotenkunde.

Bergeübung

Die Bergeübung ist eine praktische Form der Technikübung bei der eine Bergung eines Unfallopfers aus einer Höhle geübt wird.

Orientierungsübung

Da sich Höhleneingänge oft in sehr schwierigem Gelände befinden, muss die Orientierung mit Kompaß, Karte und GPS geübt werden.

Erste Hilfe

Die Erstversorgung einer verunfallten Person gehört neben der Bergung zu den wichtigsten Aufgaben der Höhlenrettung.
Die grundlegenden Techniken der Ersten Hilfe müssen daher gut beherrscht werden.

Neue Höhlenrettung-Trage

Nach jahrelanger engagierter Entwicklungsarbeit durch D.I. Wilhelm Wabnegg und seinen Schülern wurde am 1.Juli 2011 an der HTL-Kapfenberg eine völlig neuentwickelte Höhlenrettung-Trage vorgestellt.

Übungen und Einsätze

Frühjahrsausbildung 2011

Die Frühjahrsausbildung 2011 findet von 1.-3. Juli 2011 statt.

Herbstsausbildung 2010

Die Herbstsausbildung 2010 findet von 15.-17.10.2010 in Peggau statt.

Die Einladung zur Übung kann im PDF heruntergeladen werden.

Frühjahrsausbildung 2010

Impressionen von der Frühjahrsausbildung 2010

Besprechung beim Treffpunkt in der Nähe des Niederalpls Zusammenwarten am Herrenboden Beim Einbau in der Bärentatzenhöhle Bei der Bergung in der Bärentatzenhöhle Besprechung zur Orientierungsübung Dokumentation im Gelände

Die Bilder wurden von Wolfgang Wassermann zur Verfügung gestellt.

Kurzbericht zur Frühjahrsausbildung 2010

Freitag, 25. Juni 2010

Ab 19 Uhr Anreise der Landesleitung sowie Höhlenrettern aus den Einsatzstellen Bad Mitterndorf, Eisenerz, Graz und Mürztal. Nach dem Abendessen Erledigung von abzuklärenden Punkten mit Einsatzstellenleitern und Höhlenrettern.

Samstag, 25. Juni 2010

In der Früh Anreise von weiteren 4 Höhlenrettern aus den Einsatzstellen Bad Mitterndorf Eisenerz und Graz.

Um 7 Uhr Begrüßung der Teilnehmer durch Landesleiter Günter Lammer und Information zur praktischen Bergeübung, die im Gebiet der Einsatzstelle Mürztal im Toniongebiet (Bärentatzenhöhle) stattfindet.

Nach dem Frühstück Abfahrt um 8 Uhr ins Übungsgelände.

Zum Transport der umfangreichen Bergeausrüstung wurde uns von der Forstverwaltung Mürzsteg der Österreichischen Bundesforste AG die Fahrerlaubnis für die Forststraße erteilt, wofür für uns nochmals sehr herzlich bedanken möchten.

So konnte die komplette Ausrüstung mit 4 Fahrzeugen bis zum Ende der Forststraße transportiert werden.

Ab 9.14 Uhr: Abmarsch der zu Fuß nachkommenden Höhlenretter mit dem Material über den Herrenboden bis unterhalb des Höhleneinganges.

Vom Technikteam erfolgte die Einteilung in der Höhle und die Höhlenretter der verschiedenen Einsatzstellen begannen nach Abruf mit der Bergung in den zugeteilten Abschnitten.

14.07 Uhr: Die Trage mit dem „Verletzten“ ist beim Höhleneingang. Danach Abstieg zur Almwiese und Materialsortierung.

Um 15.30 Uhr erfolgte die Nachbesprechung der Bergeübung bei der Halterhütte am Herrenboden. Die Einsatzstellen Bad Mitterndorf und Mürztal waren im hinteren Teil, Graz im vorderen Abschnitt und die Einsatzstelle Eisenerz war für die letzte Stufe bis zum Eingang zuständig.

Die Höhle war ideal als Übungsobjekt, da einige kleinere Stufen zu bewältigen waren und der Transport der Trage durch das Blockwerk oft erschwert wurde.

Anschließend Abstieg zur Forststraße, wo das Material wieder in die Fahrzeuge verladen wurde.

Nach Eintreffen im Quartier standen dann noch vor bzw. nach dem Abendessen Belange des Landesverbandes auf dem Programm.

Sonntag, 27. Juni 2010

7 Uhr: Information über die Übung Orientierung (Schwerpunkt Auffindung von Höhleneingängen nach Zugangsbeschreibungen) mit Einteilung der 3 Gruppen und Verteilung der Unterlagen.

Gruppe 1:
Forststraße und Mitterberg-Nordwand
Gruppe 2:
Forststraße und Kleinbodengraben
Gruppe 3:
Rauhe Wand

Nach dem Frühstück um 8 Uhr Abfahrt der einzelnen Gruppen ins Übungsgelände im Tal der Kalten Mürz. Von der Jausenstation Leitner (ehemals Gh. Digruber) zu Fuß nach Karte und Zugangsbeschreibungen zu den einzelnen Objekten.
Rückkehr der Gruppen bis spätestens 12 Uhr beim Parkplatz. Danach Abfahrt ins Quartier und Mittagessen.
Mit der Abhaltung der Jahreshauptversammlung im Rahmen der Frühjahrsübung war diese am frühen Nachmittag zu Ende.

Bericht von Hildegard Lammer

Herbstausbildung 2009

Impressionen von der Herbstausbildung 2009

Die Bilder wurden von verschiedenen Teilnehmern zur Verfügung gestellt.

Treffpunkt auf der Holdalm im Obertal bei Schladming Vorbereitung des Bergematerials vor dem Annastollen
v.l.n.r. Günter Lammer - Landesleiter, Mag. Philipp Kernbauer - A20 Katastrophenschutz und Landesverteidigung, Hildegard Lammer - Schriftführerin Eingang zum mittelalterlichen Annastollen
Die Grubenwehr vor dem Einsatz Bergung eines Verletzten in der Mumientrage
Bergung eines Verletzten in der Kendlertrage Bergung eines Verletzten in der Kendlertrage

Kurzbericht zur Herbstausbildung 2009

Freitag, 9. Oktober 2009

Ab 16.30 Uhr Anreise der Landesleitung sowie von Höhlenrettern aus den Einsatzstellen Eisenerz, Graz, Mürztal, Zeltweg und der Tauchergruppe im Quartier Gleiminger Hof in Pichl bei Schladming.

Nach dem Abendessen erfolgt die Begrüßung der Höhlenretter durch Landesleiter Günter Lammer zur diesjährigen Herbstausbildung im Einsatzgebiet unserer Einsatzstelle Schladming. Thomas Kaserer von der Einsatzstelle Schladming hält noch am Abend ein Referat über das Funkwesen in den Österreichischen Einsatzorganisationen.

Samstag, 10. Oktober 2009

In der Früh erfolgt die Anreise von weiteren sechs Höhlenrettern aus den Einsatzstellen Bad Mitterndorf und Graz. Nach dem Frühstück gibt es eine kurze Übersicht zur Übung.

Die praktische Bergeübung findet im Annastollen (Schaubergwerk Bromriesen) statt. Es gibt insgesamt vier „Verletzte“ – davon sind drei Personen durch die Höhlenrettung und eine Person durch die Grubenwehr zu bergen. An der Übung nehmen teil:

  • Höhlenretter aus allen sieben Einsatzstellen des Steirischen Landesverbandes für Höhlenrettung,
  • Grubenwehr der Heeresmunitionsanstalt Buchberg bei Bischofshofen unter Oberst Hubert Glaser
  • sowie Bergretter der Ortsstelle Schladming.

Auf Einladung der Landesleitung haben wir Herrn Mag. Philipp Kernbauer von der Steiermärkischen Landesregierung, A 20 Katastrophenschutz und Landesverteidigung zu Gast.

Zum Transport der umfangreichen Bergeausrüstung der Grubenwehr und der Höhlenrettung zum Stolleneingang steht ein Hubschrauber der Staffel Aigen zur Verfügung.

Treffpunkt ist um 9.45 Uhr bei der Holdalm im Obertal. Nach Ankunft auf der Holdalm werden alle Höhlenretter von Anton Streicher (Betriebsleiter Schaubergwerk Bromriesen) mit Namen und Einsatzstelle erfasst. In der Zwischenzeit trifft der Bundesheer-Hubschraubers aus Aigen bei tiefliegendem Nebel ein.

Gegen 10.30 Uhr brechen der Vortrupp, die Verletzten und der Einsatzleiter zum Eingang des Stollens auf. Alle anderen Höhlenretter verbleiben bis zum Einsatzabruf auf der Holdalm.

Um 10.58 Uhr marschieren die restlichen Höhlenretter zum Stolleneingang. Nach Eintreffen werden die Bergetrupps zusammengestellt und begeben sich nach Anforderung in den Stollen, um die „verletzten“ Personen zu suchen und zu bergen. Die Bergung gestaltet sich auf Grund der zum Teil engen Stollen bzw. des Lüftungsschachtes schwierig und wird von den Höhlenrettern hervorragend gemeistert.

Um 13.35 Uhr verlässt die Grubenwehr mit dem letzten Verletzten den Stollen. Den Abtransport vom Stolleneingang bzw. Ausgang des Lüftungsschachtes übernimmt die Außenmannschaft der Höhlenrettung sowie die Bergrettung Schladming.

Für die Außenmannschaft der Höhlenrettung wird nach Einsatzende noch von Herrn Raml eine Stollenführung durchgeführt. Eine Nachbesprechung mit allen Teilnehmern findet anschließend in der Holdalm statt.

Nach der Rückkehr ins Quartier wird eine intensive Erste-Hilfe-Schulung durch Hans Stieg durchgeführt, die nach dem Abendessen fortgeführt wird.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Frühstück um 7.30 Uhr. Anschließend bedankt sich Landesleiter Günter Lammer bei den Höhlenrettern aller Einsatzstellen für die Teilnahme am diesjährigen Ausbildungskurs 2009. Danach fahren die Teilnehmer zur Talstation der Dachstein-Südwand-Bahn und weiter zum Hunerkogel. Es erfolgt eine Besichtigung des Eispalastes.

Bericht von Hildegard Lammer